Wer ist ...

die Gemeindediakonin

gemeindediakonin carmen foosArbeitsschwerpunkt: Kinder-, Jugend- und Konfirmandenarbeit

  • Familiengottesdienste
  • Kindergottesdienste
  • Konfirmandenarbeit und Konfirmation
  • Krippenspiel
  • ökumenischer KinderBibelTag
  • religionspädagogische Angebote im Johanneskindergarten
  • Religionsunterricht an der Alten Schule Ketsch
  • Projekte

Eckdaten

  • geboren 1989 in Bretten
  • Studium der Religionspädagogik / Gemeindediakonie an der Evangelischen Hochschule Freiburg (2010 - 2014)
  • Gemeindepraktikum in der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde Budapest (2011 - 2012)
  • Zusatzqualifikation in Kunstpädagogik (2012 - 2013)
  • Studium der Sozialen Arbeit (Ergänzungsstudium) an der Evangelischen Hochschule Freiburg (2014 - 2015)
  • seit September 2015 Gemeindediakonin (75%) in der Evangelischen Kirchengemeinde Ketsch

Kontakt zur Gemeindediakonin

Carmen Eva Foos

Tel:     06202 / 60 70 517
Mobil:  0175 7308463

Büro:     
Haus der Begegnung ( UG)
Kolpingstr. 12
68775 Ketsch 

Postanschrift:    
Evangelisches Pfarramt
Kolpingstr. 8
68775 Ketsch

zum Kontaktformular

Interview:

Liebe Frau Foos, Sie sind die neue Gemeindediakonin hier in der evangelischen Kirchengemeinde. Damit die Gemeindemitglieder Sie etwas besser kennenlernen können, möchte Ihnen das Redaktionsteam des Johannesbriefes einige Fragen stellen. Die erste Frage lautet: Wo stammen Sie her?

Geboren und aufgewachsen bin ich in der Melanchthonstadt Bretten.

Wie sah Ihre berufliche Ausbildung aus?

Im Oktober 2010 habe ich an der Evangelischen Hochschule in Freiburg den Bachelorstudiengang Religionspädagogik / Gemeindediakonie begonnen. Für diesen Studiengang ist ein Praxissemester vorgesehen. Dieses habe ich in der „Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde in Budapest“ absolviert. – Das war eine sehr spannende Zeit, da die dortige Gemeinde einen Diaspora-Charakter hatte und durch den ständigen Zu- und Wegzug nach Ungarn entsandter deutschsprachiger Arbeitnehmer und ihrer Familien sehr dynamisch war.
Im Februar 2014 habe ich dann meinen Abschluss gemacht. Anstatt sofort ins Berufsleben zu starten, habe ich mich dafür entschieden, zusätzlich „Soziale Arbeit“ zu studieren. Ich wollte nämlich meine diakonischen Kompetenzen erweitern und zudem beruflich und fachlich breiter aufgestellt sein. Seit Juli 2015 bin ich daher nicht nur Religions- und Gemeindepädagogin, sondern auch staatlich anerkannte Sozialarbeiterin.

Sie haben also erst vor sehr kurzer Zeit Ihr Studium abgeschlossen. Womit haben Sie sich in ihrer Abschlussarbeit beschäftigt?

Mit der Gemeinwesendiakonie und den Herausforderungen des Alter(n)s. – Angesichts des demografischen und sozialen Wandels wird die Gestaltung des Alter(n)s und das Leben im Alter zu einer bedeutenden gesellschaftlichen Aufgabe. Auch Kirche muss sich dieser Aufgabe stellen und ist dabei diakonisch gefragt. Ein Ansatz, den Herausforderungen des Alter(n)s gerecht zu werden, ist dabei die Gemeinwesendiakonie: Bürger, Kirchen, soziale und diakonische Einrichtungen, Pflegedienste, Vereine vor Ort etc. arbeiten zusammen. Sie stimmen ihre Angebote und Dienstleistungen mit- und aufeinander ab und ergänzen sich gegenseitig. So entsteht ein engmaschiges Netz. Dieses Netz kann die Probleme und Sorgen älterer und pflegebedürftiger Menschen auffangen, es ermöglicht ein selbstständigeres und autonomeres Leben. Auch Solidarität und Zusammengehörigkeit im Gemeinwesen werden so gestärkt.

Warum haben Sie sich für den Beruf „Gemeindediakonin“ entschieden?

In der Kirchengemeinde Bretten war ich 9 Jahre ehrenamtlich tätig und konnte vielfältige Erfahrungen sammeln: Einmal in der Kinder- und Jugendarbeit – genauer gesagt: im Kindergottesdienst, bei den Kinderbibelwochen und in der Konfirmandenarbeit. Zum anderen im Bereich der Kirchenmusik, hier habe ich in einer Band und in der Taizé-Musikgruppe gespielt. Diese Erfahrungen haben mein Interesse geweckt, einen kirchlichen Beruf zu ergreifen. Ich wollte – und will es immer noch – Menschen in ihrem Leben und in ihrem Glauben begleiten. Ich möchte neue Zugänge zur Kirche und zum persönlichen Glauben eröffnen – als Ergänzung zum Pfarrberuf.

Wie kamen Sie auf die Kirchengemeinde Ketsch? Was hat Sie hier angesprochen – warum haben Sie in Ketsch zugesagt?

Auf die frei werdende Gemeindediakonenstelle in Ketsch wurde ich durch die Landeskirche aufmerksam gemacht. Was mir an der Kirchengemeinde Ketsch sehr gut gefallen hat, war ihre überschaubare Größe, die es mir ermöglicht, die ganze Bandbreite von Gemeindearbeit mitzuerleben und mitzugestalten können. Dennoch liegt der Schwerpunkt auf der Kinder- und Jugendarbeit, in der ich mich aufgrund meiner ehrenamtlichen Tätigkeit in Bretten zuhause fühle. Zudem präsentierte sich die Kirchengemeinde Ketsch mit einer diakonischen Ader, hier meine ich besonders das Obdachlosenfrühstück, was meiner diakonischen Vorstellung von Kirche entspricht. Neben der Diakonie ist auch die Ökumene eine Herzensangelegenheit von mir. Daher waren die Kontakte zur römisch-katholischen Gemeinde ein weiterer Pluspunkt für Ketsch, die ich weiterhin pflegen und stärken möchte.

Welche Hobbys haben Sie? Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Mein größtes Hobby ist die Musik. Ich spiele z.B. Tenorsaxophon, Klarinette und Blockflöten. Außerdem lerne ich derzeit Gitarre. Zudem fahre ich sehr gerne Ski und Rad. Und vielleicht ergibt es sich, dass ich  wieder mit dem Volleyball-Spielen anfangen kann. Krimis, Kochen und Reisen sind weitere Leidenschaften von mir.

Wo werden Sie sich in der Kirchengemeinde einbringen?

Meine Schwerpunkte möchte ich in der Kinder- und Jugendarbeit setzen: Kindergottesdienst, religionspädagogische Angebote im Kindergarten, Krippenspiel, Konfirmandenarbeit, ökumenische Kinderbibeltage, Familiengottesdienste sowie der Aufbau einer Jungschar. Gerne bin ich auch in anderen Bereichen der Gemeinde tätig, wie z.B. der Seniorenarbeit oder der Diakonie. Aber dazu muss ich erst noch die Lage sondieren.

Was wünschen Sie sich für Ihre Arbeit in Ketsch? Was möchten Sie der Gemeinde sagen?

Ich möchte gemeinsam mit den jungen und junggebliebenen Gemeindemitgliedern ein lebendiges Gemeindeleben gestalten. Doch dazu muss ich Euch und Sie erst einmal näher kennenlernen. Darauf bin ich schon sehr gespannt und interessiere mich für Eure und Ihre Wünsche, Ideen und Vorstellungen bezüglich eines gemeinschaftlichen Christ-Seins in Ketsch! Kommt bzw. kommen Sie einfach auf mich zu! – Auch ich werde auf Euch und Sie zukommen und in den kommenden Wochen den Gruppen der Gemeinde einen Besuch abstatten.

(aus dem Johannesbrief 2015/4)